Kroatien bald EU-Mitglied

Flagge von Europa

Kroatien tritt EU bei

Nach jahrelanger Verhandlung soll nun der endgültige Beitrittsvertrag  am 19. Dezember 2011 unterschrieben werden. Bereits im Jahr 2004 begannen die Verhandlungen zwischen dem heutigen Kroatien und der EU- Kommission.

Ein erfolgreicher Abschluss der Beitrittsverhandlungen wurde Anfang des Jahres 2009 als möglich erachtet. Da jedoch die Grenzfrage insbesondere der adriatischen Hoheitsgewässer zwischen Kroatien und Slowenien noch nicht geklärt war, blockierte das Nachbarland zehn Monate lang die Verhandlungen.

Die Wendung kam am 11. September 2009 als bekannt wurde, dass sich die beiden Staaten auf einen Kompromiss geeinigt hätten. Die Verhandlungen konnten somit weiterschreiten und im Juni 2011 sprach sich die EU- Kommission endgültig für einen Beitritt Kroatiens aus.

Falls alle Länder der Empfehlung folgen, könnte Kroatien im Juli 2013 als 28. Mitgliedsland in die Europäische Union aufgenommen werden.

Meinung der Kroaten

Die Meinung der Kroaten über den EU- Beitritt teilt sich in zwei Lager.

Nicht zuletzt wegen schlechter Information seitens der Regierung wuchs die Angst zahlreicher Kroaten vor dem Verlust der eigenen Identität. Euroskeptiker schürten diese mit Vermutungen und Unwahrheiten. Beispielsweise wurde das Gerücht verbreitet, die Kroaten dürften mit einem Beitritt in die europäische Union aufgrund von strengen EU- Lebensmittelrichtlinien künftig keine traditionellen Speisen und Getränke mehr genießen können.

Trotzdem ist die Mehrheit der Kroaten für einen Beitritt. Viele sind schon lange der Meinung Kroatien gehöre nicht nur wegen seiner geographischen Lage als auch aufgrund der sehr westlichen Kultur zur Europäischen Union.

Zudem würde die EU-Mitgliedschaft Kroatien von den anderen Ländern wie etwa Serbien, Bosnien und Herzegowina abheben und die Überlegenheit diesen gegenüber untermauern.

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